03. APRIL 2020

Die "verbotene Stadt"


Land: Deutschland | Besucht: 2018 | Kategorie: Militär


Die (Ex-) Garnisonsstadt Wünsdorf ist ein Ort mit preußischer, deutscher und zuletzt russischer Vergangenheit.

Es war eine sowjetische Stadt mitten in der DDR und militärisch abgeschirmtes Sperrgebiet.

Den Name „verbotene Stadt“ erhielt Wünsdorf, weil den meisten Deutschen der Zugang zu dem Ort bis zum Abzug der sowjetischen Streitkräfte 1994 verweigert blieb.

Über Jahre entstand hier die größte Garnison der Roten Armee außerhalb der UdSSR, zeitweilig lebten bis zu 75.000 Menschen auf dem Areal.

Insgesamt 590 Hektar Kasernenfläche und etwa 700 Gebäude aus den vergangenen 120 Jahren, viele davon sind bereits saniert, aber ein anderer Teil befindet sich nach wie vor im Dornröschenschlaf.

 

Wie zum Beispiel das Haus der Offiziere, bis Ende des Zweiten Weltkrieges war dies die Heeressportschule.

Seit ca. 26 Jahren ist der Gebäudekomplex verlassen, aber trotz des langen Leerstandes ist der Zustand überwiegend gut und vieles aus der damaligen Zeit ist noch erhalten geblieben.

Mit stolz erhobenem Haupt klopft sich Genosse Lenin noch heute an die Brust. Er wacht vor dem Eingang des schlossähnlichen Hauptgebäudes.

Dahinter erstreckt sich das bedeutendste Kultur- und Vergnügungszentrum der in der DDR stationierten Roten Armee.

Ausgenommen der Schwimmhalle und einigen anderen Sporträumen blieb nichts von der früheren Nutzung als Sportschule erhalten.

Die großen Turnhallen wurden zu Fest- und Theatersälen umgebaut. Der im Hof liegende Sportplatz wurde in eine weitläufige Parkanlage umgestaltet.

 

Noch kann dieser Ort legal durch den Wachschutz besichtigt werden, denn es gibt bereits Pläne das Areal in eine Öko- und Friedensstadt zu verwandeln.

 

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